Momo (Chakra)

Chakra aus dem Abenteuerland

Chakra aus dem Abenteuerland

Chakra aus dem Abenteuerland

Rufname: Momo

geboren am: 14.12.2001

Eine absolut unkomplizierte Hündin mit bezauberndem Wesen, die so schnell nichts aus der Fassung bringt. Dies zeigte sie unter anderem bei der Überprüfung auf Tauglichkeit zur Ausbildung zum Rettungshund.

Ein Kapitel für sich würde die Beziehung zwischen Momo und Chiwa füllen. Die zwei waren immer ein Herz und eine Seele, je älter Chiwa wurde, umso fürsorglicher hat Momo auf ihre  Oma aufgepasst.

Rückkehr zum Ursprung am 22.09.2013

Blick auf einen „kleinen Chaotenhund“
Blick auf einen Hund, der scheinbar „ewig Kind bleiben wollte“

Unsere Momo – unser liebenswert chaotischer Hund.

Am 14.12.2001 wurde sie direkt in meine Hände geboren. Ich musste sie auffangen, weil Asya sich in den Kopf gesetzt hatte, diesen Welpen nicht in der Wurfkiste, sondern im Wohn/Esszimmer auf die Welt zu bringen.

Da lagen sie in meinen Händen: 540 Gramm purer Knuddelfaktor

Der Knuddelfaktor ging nie verloren, er hat sich ergänzt und erweitert um eine geballte Ladung „chaotischen Seins“ „viel Einfallsreichtum“, sowie der Absicht, „nie erwachsen werden“ zu wollen.
Momo, unser „ewiges Kind“. Kleine Tendenzen in Richtung Erwachsenwerden zeigten sich, nachdem Chiwa, ihre Oma, eingeschläfert werden musste.
Das nächste Quäntchen „erwachsen sein“ stellte sich ein als Asya, ihre Mutter, eingeschläfert werden musste. Aber so wirklich erwachsen werden – nöööö, nicht Momo.

Egal was Momo gemacht hat, sie war immer mit ganzen Eifer dabei.
Deckel von Gläsern lösen –das konnte sie
ein Küchenschrank stand versehentlich offen – der Inhalt, bzw. das, was noch davon übrig war, wanderte, von ihr vorgeschreddert, in den Müll
Irgendwo essbares stehen lassen – mit Momo undenkbar
Haushaltshilfe gefällig – Momo war dabei: Auf ihre Art hat sie beim saugen geholfen, oder beim kehren – nicht dass das für mich produktiv gewesen wäre – aber Momo hatte Spaß.
Gartenarbeit – aber immer doch. Besonders beliebt war das häckseln von Holz.
Ihr machte es Freude – mir Kummer  (bei Chiwa hatte sich mal ein Holzsplitter im Hals festgesetzt, an dem sie fast verstorben wäre)
Unser Efeu im Garten – Momo hat ihm ordentlich zugesetzt. Mit Wonne tauchte sie zwischen rein, schrubberte mit dem ganze Körper daran entlang – und – schaute dann mit einem breiten lachen zu mir rüber. Versucht mal soooo einen Blick zu ignorieren oder dabei ärgerlich zu werden.
Efeu kaputt, Heidekraut malträtiert – Momo glücklich – was will man mehr.
Igel – ja, Igel das war Momo nicht wieder zu erkennen. Wir mußten einige davon retten was nicht immer einfach war. Denn so gut wie Mo sonst hörte, bei Igeln war sie ein anderer Hund, in einer anderen Welt.
Wenn Momo etwas gemacht hat, dann eben mit ganzem Einsatz.

Und das leider auch am Samstag, den 21.09.2013 und plötzlich ist alles anders.
So schnell wie sie sich für Dinge im Leben entschied……so zügig hat sie sich auch für den letzten Schritt entschieden. Wir sind mit ihr zum Tierarzt gefahren. Gefangen zwischen hoffen und bangen sind wir Stunden bei ihr gesessen. Doch leider veränderte sich ihr Zustand nicht. Momo konnte einfach nicht mehr. Im Sinne des Hundes trafen wir am Sonntag diese schwere Entscheidung.
Geliebter „Herzens-Chaotenhund“ – geliebtes „ewiges Kind“, am 22.09.2013 um 14:35 hat Momo die Welten gewechselt. Sie durfte nur 11 ¾ Jahre werden.

Wir sind geschockt…..sprachlos……fassungslos……es fällt schwer diese Endgültigkeit zuzulassen, zu akzeptieren. Und diese Stille ist unerträglich.

Ich habe sie vor Augen und es kommen Sätze wie:

„Heidenei Hund, du hast ja wirklich nur Unfug im Kopf“
„Momo, raus da“
„Momo, gib den Igel her“
„Momo, denk nicht mal dran“
„Möppelchen lass das, du bringst dich nur wieder in Schwierigkeiten“
„Möppelchen komm, wir gehen“

sie erinnern an die unbändige Lebensfreude, mit der Momo uns immer wieder zum lachen gebracht hat. Auch wenn uns bei manchen ihrer Aktionen in dem Moment nicht wirklich zum lachen zumute war.

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Ich habe den Beitrag jetzt zu Momo verschoben, die Kommentare habe ich diesmal als Kopie retten können.
Danke an Alle, für die tröstenden Worte am Telefon, per Mail oder hier als Kommentar.

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5 Antworten to “Momo (Chakra)”

  1. Das hast du so schön geschrieben, mein Herz! Nun ist sie mir, auch wenn ich sie nicht lange kennen durfte, doch glatt noch ein Stückchen näher gerutscht. Ich habe sie immer als einen liebenswerten, aufgeschlossenen und tollen Hund erlebt, der sich mir immer freundlich genähert hat. Die Zeit mit unseren Fell-Nasen ist immer begrenzt und scheint uns Menschen manchmal zu kurz, aber sie ist wertvoll und gibt uns sooo viel! Und nichts geht doch über eine Hundeschnauze, die sich vertrauensvoll in deine Hände schmiegt. Sie wird mir auch fehlen…
    Ich drück dich und Donald ganz fest…. Asja

    Asja schrieb dies am 23.09.2013 um 19:40 (bearbeiten)

  2. Hallo, Ihr Lieben,
    etwas bleibt meist von der die geht zurück.. Erinnerungen und im Falle von Madame Mo auch noch “etwas” mehr.
    Von “meiner”Lieblings-Hovi-dame als Lieblingserinnerung: “Welpen- und Menschenknäuel im Abenteuerland”, alles dreht sich um die Welpen und zwischendrin Madame, eine Stoffente u ich. “Spiel wenigstens Du mit mir!”
    Das haben wir denn auch getan.
    Das “Etwas mehr” bestehend aus der Weitergabe des kindlichen Momentums an ihre Nachkommen, zumindest an eines hiervon. Das Gordele dürfte so einiges von seiner Mama mit bekommen haben. Schön.
    Seid ganz arg von uns gedrückt!
    Thomas, Esther u Gustav

    Thomas, Esther u Gustav schrieb dies am 23.09.2013 um 20:17 (bearbeiten)

  3. Ich hatte ein Hundehaar im Kaffee. Nicht, dass mir das was ausmachen würde, absolut kein Problem und bisher wurden diese einfach aus Getränken oder Essen entfernt – und gut war.

    Aber heute, mein Gott, stelle ich fest wie sehr man sich doch über ein Hundehaar im Kaffee freuen kann 🙂 ))

    Anja schrieb dies am 24.09.2013 um 11:57 (bearbeiten)

  4. Das können wir so gut verstehen!
    Viele Grüße
    Thomas, Esther und Gustav

    Thomas, Esther und Gustav schrieb dies am 24.09.2013 um 14:28 (bearbeiten)

  5. Heute morgen lag eine WEISSE FEDER vor Momos Grab
    Anja schrieb dies am 25.09.2013 um 09:45 (bearbeiten)

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